1103 starb Heinrich der Fette von Nordheim und vererbte die Golden Aue mit ihrem Zubehör, also Kelbra, an seine Vettern, die späteren Grafen von Rothenburg. Zu der Erbschaft gehörte auch die in zwischen erbaute Rothenburg, Erbnehmer war Graf Christian. Er bewohnte die Burg und nahm wahrscheinlich ihren Namen an. Die Burg erhielt ihren Namen von dem roten Sandstein aus der sie erbaut wurde.

1120 als sich das Rittertum noch entwickelte, entstanden in unserer Umgebung viele Rittersitze.
In Kelbra wurde die herrschaftliche Burg (Kelbra-Honstein), die Burg und späterer "Storkauer Hof" sowie der Arnswald’sche Rittersitz errichtet. Durch Kelbra zog sich von Osten nach Westen die Heerstraße und der alte Verbindungsweg, der Harz und Thüringen über das Kyffhäusergebirge hinweg miteinander verbindet. An diesen Straßen, der heutigen Langestraße und Marktstraße siedelten sich die Bürger zuerst an, später folgten weitere Straßen. Im Schutze der Stadtmauern wurden Märkte, Kirchenfeste, Gerichtstage und Versammlungen abgehalten. Hier war man vor Überfällen geschützt. Durch den Schutz der Stadtmauern entwickelten sich das Handwerk und der Handel in der Stadt.
 
Das Bierbrauen war in Kelbra schon frühzeitig zu einem lohnenden Erwerbszweig geworden, da das Bier einen guten Ruf hatte wurde es auch sehr gern getrunken. Wurde das Brauen ursprünglich allgemein betrieben, entwickelte sich mit der Zeit daraus ein Braurecht für 38 Bürgerhäuser in Kelbra, den sich später ein Brauzwang hinzugesellte. Weitere Handwerkszweige in Kelbra waren z.B. die Schönfärber, Tuchhändler, Töpfer, Bäcker, Fleischhauer, Fleischer (nur diese durften gar kochen) und Schuhmacher. Zu dieser Zeit lag die geistige Ausbildung der Kinder noch im Argen, Schulen gab es zu dieser Zeit  noch nicht. Dieses änderte sich erst mit der Gründung des Zisterzienser-Klosters. Denn die Nonnen richteten eine Schule ein, die Anfangs nur die Kinder der Edlen und Freien besuchten.

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