Am 12.05.2000 wurde unser Museum feierlich eröffnet.

Eigentlich wollte der Förderkreis für Heimatgeschichte der Stadt Kelbra e.V. zu diesem Anlass am 17.05.2020 eine Jubiläumsveranstaltung im Museum organisieren.Corona hat´s verhindert.
Wir nehmen dieses Jubiläum aber zum Anlass, einen kleinen geschichtlichen Rückblick zu geben.

Die Geschichte der Oberpfarre, in der sich unser Museum befindet, reicht schon weit in das 17. Jahrhundert zurück. Bei dem großen Stadtbrand im Jahre 1607 wurde die Klosterkirche und alle umstehenden Häuser vernichtet (Quelle Chronik F. Lehmann).
Laut Überlieferung wurde das Gebäude 1615-16 als Wohnhaus für den jeweiligen Pfarrer errichtet. Über dem Portal befindet sich eine Inschrift, mit gebauchtem, lobeerumkränzten Inschrift Oval auf dem die Jahreszahlen 1615, 1616 und 1625 sehr gut erkennbar sind.
Während das Erdgeschoss die Zeit des Dreißigjährigen Krieges gut überstanden hatte, wurde das Obergeschoss wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts neu errichtet. 1911 wurde das Portal erneuert.
Nach dem Neubau der neuen Schule in der Frankenhäuser Straße wurde ein neues Pfarrgebäude errichtet und die Oberpfarre hatte Anfang des 20. Jahrhunderts keine kirchliche Bedeutung mehr und wurde seitdem als Mietswohnhaus genutzt.
1985 wurde das Gebäude in das Eigentum des Volkes, Rechtsträger der Rat der Stadt Kelbra übertragen. Bereits damals wurde im Protokoll des Rates der Stadt Kelbra festgehalten, dass der Vorschlag unterbreitet wurde, dass dieses „denkmalswerte Gebäude für ein Stadtmuseum geeignet sei …“. Da der Wohnraum aber knapp war, wurde es, nach dringend notwendigen Werterhaltungsmaßnahmen, weiter bis 1996 als Wohnhaus genutzt.

1998 erfolgte mit Hilfe von Fördermitteln des Denkmalschutzes und des Arbeitsamtes, nach einer vollständigen Entkernung, eine umfangreiche Sanierung durch die Stadt Kelbra.

Die damaligen Mitglieder des Förderkreises Herr Harry Langer, Herr Gerhard Werther, Herr Heinz Breitrück und Anfangs auch Herr Karl-Heinz Dittmar hatten einen großen Anteil an der Einrichtung als Knopfmacher-Museum. Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen brachten Sie hier mit ein und erhielten auch Hilfe vom Heimatmuseum aus Bad Frankenhausen. Unterstützung hatten sie auch von Bürgern, die zeitweise in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) tätig waren.

Das Museum vermittelt Einblicke in die Geschichte der Knopfmacherei, angefangen vom Import der Muscheln bis hin zur Entwicklung, Verbesserung oder dem Umbau von Maschinen zur Knopfherstellung. Natürlich gibt es auch jede Menge Knöpfe zu sehen, die seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur in Perlmutter, sondern auch aus anderen Materialien wie Horn, Holz oder Kunststoff gefertigt wurden. Auch die Lebensbedingungen der Knopfmacher sollten mit dargestellt werden.
Am 12. Mai 2000 wurde das Museum eröffnet und wird seit dieser Zeit von den Mitgliedern des Förderkreises für Heimatgeschichte der Stadt Kelbra lebendig gehalten.

Eine schöne Tradition ist das „Museums-Café“ geworden, dass nur zum jährlichen Weihnachtsmarkt geöffnet wird. An diesem Tag ist ein reger Betrieb im Museum. Es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen auf drei Etagen.
Es gab auch einige Sonderausstellungen, wie „Spielzeug unsere Eltern und Großeltern“, „Waagen in Laufe der Zeit“, „Puppenausstellung“ und viele andere kulturelle Veranstaltungen.

Im Jahr 2015 belegte unser Museum bei dem Naturparkwettbewerb „Kleine Museen im Harz und Umgebung“ des Regionalverbandes Harz den 4. Platz.

Seit 14.04.2010 ist unser Museum Mitglied im Verein „Erlebniswelt Museen e.V.“ Dort sind mehrere Museen des Landkreises „Mansfeld Südharz“ organisiert, und von dort erhalten wir bezüglich Werbung und Organisation sehr viel Hilfe und Unterstützung.
Die letzte Veranstaltung „Knöpft Euch was vor“ im Jahre 2019 wurde mit Hilfe von Verbundmuseen e.V. organisiert und war ein großer Erfolg. Wir hatten über 80 kreative Exponate von Kindern und Jugendlichen ausgestellt, Preise verteilt und in dieser Zeit sehr viele Besucher im Museum.

Mit Hilfe von Bundesfreiwilligen konnten wir bisher immer wöchentliche Öffnungszeiten garantieren. Nach kurzen Einarbeitungszeiten arbeiteten sie eigenständig und konnten gute Führungen im Museum durchführen. Durch ihr Interesse an der Geschichte haben sie sich immer gut einbringen können.

Wir hoffen, dass unser Museum auch in den nächsten Jahren nicht an Attraktivität verliert und wir gemeinsam mit der Stadt Kelbra das Heimat und Knopfmachermuseum unterhalten können.

Förderkreis für Heimatgeschichte der Stadt Kelbra e.V.

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